Freitag, 8. Juni 2012 - 11:01 Uhr
Christian Berndt Benefiz-Golf-Cup 2012

Nach einjähriger Pause endlich wieder da!

Am 21.07.2012 findet auf der Golfanlage Warnemünder unser Charity Golf Cup zum fünften mal statt.
Auch in diesem Jahr kommen die gesammelten Spendenerlöse unserer Stiftung zugute.

Wir freuen uns, als Special Guest den PGA-Pro Stephan Gandl begrüßen zu dürfen. Auch in diesem Jahr haben wir dank unserer Sponsoren wieder tolle Preise und schöne Überraschungen für unsere Gäste.

Bei Interesse können Sie uns über den Kontakt auf dieser Homepage oder telefonisch unter 038203/960 erreichen.

Ich freue mich von Ihnen zu hören.

Annika Kramer-Selck
Vorstandsvorsitzende

Freitag, 8. Juni 2012 - 11:00 Uhr
Stiftung unterstützt neues Projekt

Etablierung eines aussagekräftigen in vivo Sarkommodells in der vaskularisierten Leistengewebekammer

Name des Antragstellers:

PD Dr. med. Adrien Daigeler
Facharzt für Plastische Chirurgie
Geschäftsführender Oberarzt
Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie
BG-Unfallklinik Ludwigshafen

Projektkurzbeschreibung:
Bei fortgeschrittenen Weichgewebssarkomen kann häufig keine Heilung mehr durch eine Operation erreicht werden. Die Tumorzellen haben sich dann bereits im Körper verteilt und können nur noch durch Chemotherapeutika erreicht werden, die im gesamten Körper wirken.
Es gibt viele Arten von Weichgewebssarkomen die sämtlich unterschiedlich auf verschiedene Chemotherapeutika reagieren. Auch innerhalb einer Art von Weichgewebssarkomen gibt es Tumoren die gut, andere die gar nicht auf die Medikamente ansprechen. Um herauszufinden, ob die Mittel wirken, müssen sie dem Patienten verabreicht werden. Erst nach einer gewissen Zeit kann dann ermittelt werden, ob die Tumoren kleiner werden. Leider haben die meisten dieser Chemotherapeutika erhebliche Nebenwirkungen, die die Lebensqualität der Patienten sehr einschränken und die gesunden Organe beträchtlich schädigen können. Es wäre also ideal, eine Möglichkeit zu haben, die Medikamente vorher auf Ihre Wirksamkeit gegen den Tumor des Patienten zu testen, ohne den Menschen zu belasten. Dies kann erfolgen, indem eine kleine Probe aus dem Tumor entnommen wird, die Tumorzellen angezüchtet und dann mit unterschiedlichen Chemotherapeutika behandelt werden, um die Wirkung zu überprüfen. Bisher waren die Ergebnisse dieser Methode aber enttäuschend, da die gezüchteten Tumoren kaum noch den im Patienten wachsenden entsprachen und deswegen auch anders auf die Medikamente reagierten. Deshalb hat man versucht, die Zellen nicht in Kulturflaschen, sondern in Mäusen wachsen zu lassen, wodurch eine lebensechtere Situation simuliert wurde. Hierfür wurden die Tumorzellen unter die Rückenhaut gespritzt. Leider finden die Tumorzellen dort schlechte Bedingungen vor und wachsen selten an. Die wenigen Zellen, die anwachsen, sind eine spezielle Auslese der eingepflanzten Zellen, sodass der sich bildende Tumor auch nur noch sehr begrenzt Ähnlichkeit mit dem Ursprungstumor hat. Ziel dieses Projektes ist es, die Wachstumsbedingungen für die Tumorzellen in der Maus so zu verbessern, dass möglichst alle verpflanzten Tumorzellen überleben und so der sich neu bildende Tumor dem Tumor des Patienten stark ähnelt. Nur so können die Ergebnisse der dann folgenden Therapie an der Maus auf den Menschen übertragen werden. Entscheidend für gutes Anwachsen ist die optimale Ernährung, weshalb in diesem Projekt die Leistengefäße der Mäuse herauspräpariert werden. Um diese wird dann mit einem Silikonröhrchen eine künstliche Kammer geschaffen, in die die Tumorzellen gegeben werden. Diese sollten dort optimale Ernährungs- und Wachstumsbedingungen vorfinden. Um dieses Modell zu etablieren, muss überprüft werden, ob die dort wachsenden Tumoren dem Ursprungstumor im Menschen tatsächlich ähnlicher sind, weshalb ein Vergleich von Zellkultur-, Rückenhaut- und Leistenkammertumoren mit dem Ursprungstumor erfolgen muss. Dieser Vergleich soll mittels Genexpressionsanalyse erfolgen. Hierbei wird eine Art genetischer Fingerabdruck der Zelle erstellt, in dem die Aktivität von mehreren Zehntausend Genen gleichzeitig abgebildet wird. So kann die Ähnlichkeit der Gewebe sehr genau festgestellt werden. Sollte sich das Leistenkammermodell erfolgreich erweisen, könnte damit in Zukunft die Wirksamkeit von Chemotherapeutika an Mäusen getestet werden und den Patienten eine nebenwirkungsreiche und ggf. unwirksame Therapie erspart bleiben.


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