Präambel

Diese Stiftung wird von Annika Selck in liebevoller Erinnerung an Christian Berndt errichtet. Christian Berndt ist am 30.08.2006, im Alter von 25 Jahren, in Folge einer Ewing- Sarkomerkrankung verstorben. Zweck der Stiftung ist die Unterstützung von krebserkrankten Menschen und deren Angehörigen sowie die Förderung von Forschung und Wissenschaft in dem Bereich der Onkologie und Hämatologie. Ziel soll es sein, einen Beitrag zu leisten, um neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden, die zukünftig die Chancen auf Heilung oder Verbesserung des Gesundheitszustandes der Betroffenen erhöhen.



§ 1 Name, Sitz und Rechtsform

1. Die Stiftung führt den Namen „Christian Berndt - Krebsstiftung“.
Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

2. Die Stiftung hat ihren Sitz in Rostock.



§ 2 Stiftungszweck

1. Ausschließlicher und unmittelbarer Zweck der Stiftung ist die Förderung der Erforschung und Bekämpfung von Krebserkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Unterstützung der Palliativmedizin.

2. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
- die Förderung der Forschung zu den Ursachen und den Methoden der
Bekämpfung von Sarkomerkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen;
- die Förderung der Palliativmedizin und der Hospizarbeit;
- die Unterstützung von Sarkomerkrankten sowie sterbenden Menschen
einschließlich derer Familien.



§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige oder mild-tätige, steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.

2. Die Stiftung ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigen-wirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützung, Zuwendung oder Vergütung begünstigen.



§ 4 Stiftungsvermögen

1. Die Stiftung ist mit einem Vermögen ausgestattet, dessen Höhe und Zusam-mensetzung im Stiftungsgeschäft näher bestimmt ist.

2. Das Grundstockvermögen der Stiftung ist Ertrag bringend anzulegen und grundsätzlich in seinem Bestand ungeschmälert zu erhalten.

3. Das Stiftungsvermögen kann durch Zustiftung erhöht werden. Werden Spenden nicht ausdrücklich als Zustiftung bezeichnet, so dienen sie ausschließlich und unmittelbar den in § 2 genannten Zwecken.

4. Zur Erhaltung der Leistungskraft der Stiftung können aus den Erträgen des Grundstocksvermögens Rücklagen in der gesetzlich zulässigen Höhe im Rahmen des § 58 Nr. 12 AO gebildet werden. Diese Rücklagen können frühestens im Jahr nach ihrer Bildung in das Grundstockvermögen überführt werden.

5. Ein Anspruch auf Leistungen der Stiftung besteht nicht. Die Organe sind bei der Zuteilung von Stiftungsmitteln nur an die gesetzlichen Bestimmungen und an die Bestimmungen dieser Satzung gebunden.



§ 5 Stiftungsvorstand

1. Die Stiftung wird von einem Vorstand verwaltet der regelmäßig aus drei oder fünf Personen besteht. Der Vorstand hat einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.
Jedes Vorstandsmitglied hat bei Entscheidungen eine Stimme. Soweit in dieser Satzung nicht anders bestimmt ist, werden Entscheidungen des Vorstandes mit einfacher Mehrheit der Vorstandsmitglieder getroffen. Nicht anwesende Vorstandsmitglieder werden durch den Vorstandsvorsitzenden, bei dessen Fehlen durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden vertreten. Sonstige Vertretungen finden nicht statt.
Entscheidungen des Vorstandes werden in den Vorstandssitzungen getroffen. Zu den Vorstandssitzungen ist mit 2 Wochenfrist zuvor zu laden. Zur Ladung ist jedes Vorstandsmitglied berechtigt. Abweichungen im Entscheidungsprozedere bei einzelnen Entscheidungen sind zulässig, wenn sich alle Vorstandsmitglieder schriftlich damit einverstanden erklären.

2. Der erste Vorstand wird vom Stifter bestellt.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Mehrfache Bestellung ist möglich.
Zum ersten Vorstandsvorsitzenden wird auf Lebenszeit der Stifter bestellt. Er hat das Recht, sein Amt zum Ende einer Amtszeit des Vorstandes jederzeit niederzulegen.
Der erste Vorstandsvorsitzende bestimmt jeweils seinen stellvertretenden Vorsitzenden.
Bei Ende der Amtszeit eines Vorstandsmitglieds wird der Nachfolger vom ersten Vorstandsvorsitzenden bestimmt.
Nach Beendigung der Amtszeit des ersten Vorstandsvorsitzenden wird der Vorstand für die neue Amtszeit mit einfacher Mehrheit durch die bisherigen Vorstandsmitglieder bestimmt. Nach Beendigung der Amtszeit des ersten Vorstandsvorsitzenden wählt der Vorstand bei Beginn einer neuen Amtszeit aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.

3. Die Vorstandsmitglieder üben ihr Amt ehrenamtlich aus, sie haben jedoch Anspruch auf Erstattung ihrer notwendigen Auslagen, sofern das Stiftungsvermögen dies zulässt.

4. Die Arbeit des Vorstandes kann durch eine Geschäftsordnung des Vorstandes geregelt werden.



§ 6 Kuratorium

Der Vorstand ist berechtigt sich bei der Planung von Förderprojekten und der Vergabe der Stiftungsmittel eines beratenden Kuratoriums zu bedienen.
Weitere Regelungen zum Kuratorium werden in der Geschäftsordnung des Vor-standes festgelegt.



§ 7 Vertretung der Stiftung

Der Vorstandvorsitzende vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich.
Im Verhinderungsfall vertritt der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied die Stiftung.



§ 8 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.



§ 9 Änderung der Satzung

Zusammenlegung und Auflösung der Stiftung
1. Beschlüsse über Änderung der Satzung und Beschlüsse auf Zusammenlegung bedürfen der Zustimmung aller Mitglieder des Vorstandes.
Sie dürfen die Gemeinnützigkeit der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben.

2. Über die Auflösung der Stiftung beschließt der Vorstand einstimmig.

3. Beschlüsse nach Absatz 1 und 2 bedürfen der Genehmigung der Stiftungs-behörde.

4. Im Falle der Auflösung der Stiftung fällt das restliche Vermögen nach Abzug sämtlicher Verbindlichkeiten an eine zuvor vom Vorstand durch einstimmigen Beschluss zu bestimmende andere rechtsfähige Körperschaft, die es zur unmittelbar gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken zu verwenden hat.



§ 10 Aufsichtsbehörde. Inkrafttreten

1. Die Stiftung untersteht der Aufsicht durch das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
2. Die Satzung tritt mit dem Tag der Bekanntgabe der Anerkennung in Kraft.